„Bitte schließen Sie Ihre Augen. Stellen Sie sich vor, wie die Welt in 2028 aussehen wird: Wie sieht ihr Partner aus, wie sieht die NORDAKADEMIE aus und wie hat sich Ihr Berufsumfeld verändert?“ Mit diesen Worten nimmt Sebastian Raßmann sein Publikum am 21. November 2018 mit auf eine Zeitreise in die Zukunft. Rund 120 Zuhörer, darunter viele Studenten und Absolventen der Hochschule, sind zu der Fish&Grips -Veranstaltung in die NORDAKADEMIE Graduate School gekommen, die diesmal in Kooperation mit dem Nordakademiker e.V. läuft.

Kaum öffnen die Zuhörer ihre Augen, erwartet sie ein schneller Trip durch Microtrends aus aller Welt. Sebastian Raßmann führt sie mit einer multimedialen Präsentation durch einen Novembertag im Jahr 2028. Wie sich die Welt weiterentwickelt hat, zeigt sich bereits beim Aufstehen: Das intelligente Zuhause erkennt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Stimmung des Nutzers und schlägt darauf basierend Inhalte vor. Ein intelligenter Spiegel scannt die Haut in Hinblick auf Hautkrebs und gleicht Informationen mit einer Datenbank ab – bei Bedarf wird der Hautarzt kontaktiert. Die digitale Wolke wirft Bildpunkte auf das Auge, zeigt beim Frühstück die Kalorien an, informiert beim Blick aus dem Fenster über das Wetter und verrät auf der Straße per Gesichtserkennung Details von vorbeilaufenden Passanten. Informationen von Xing, Linkedin und Facebook werden eingeblendet, Menschen kommen direkt miteinander ins Gespräch.

Trends von morgen werden heute erforscht

„Viele Innovationen sind nicht so weit weg, wie manche von uns denken“, sagt Sebastian Raßmann, der als Head of Center of Excellence Inspiration der Trendone GmbH mit Agenturen und Konzernen an Fragestellungen zur Zukunft arbeitet. „Zum Beispiel existieren im Bereich Gesichtserkennung schon heute Softwarelösungen, die menschliche Emotionen erkennen – und Unternehmen erforschen, wie sich Strom ins Auge bringen lässt.“

Weiter geht die Reise durch den Novembertag 2028: Auf dem Weg zur Arbeit überwachen Roboter mit Videokameras die Straßen und kontaktieren bei Bedarf menschliche Kollegen. Wer einen weiten Arbeitsweg hat, nutzt E-Pendels – selbst fahrende Fahrzeuge, die sich ihrem Zweck anpassen und die Fahrt in Qualitätszeit umwandeln. „Autonome E-Fahrzeuge sollen erstmals bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eingesetzt werden“, so Sebastian Raßmann.

Auch am Arbeitsplatz 2028 warten zahlreiche Innovationen. Ein Tracker, der aussieht wie ein normaler Mitarbeiterausweis, ermittelt die Produktivität der Mitarbeiter. Wer spricht mit wem wie lange über welche Themen? Die aufgezeichneten Daten dienen dazu,die Dynamik am Arbeitsplatz und die nicht am Arbeitsplatz verbrachte Zeit zu bewerten. iPad-basierte Telepräsenz-Roboter lassen Mitarbeiter virtuell an Meetings teilnehmen. „Roboter werden schon bald in unserem Leben präsent sein“, sagt Sebastian Raßmann und stellt live den bis zu 21 Sprachen sprechenden Roboter Nao vor, der nur 58 Zentimeter groß ist und innerhalb von 3 Sekunden auf zwei Millionen Websites nach passenden Informationen sucht.

Virtuelles Einkaufen und sprechende Sportschuhe

„Da wir 2028 nur noch halbtags arbeiten werden, bleibt mehr Zeit für Freizeitaktivitäten“, postuliert Sebastian Rassmann und setzt einem Gast im Publikum eine Virtual-Reality-Brille auf. „Supermärkte der Zukunft können bequem von zu Hause aus besucht werden, dem Einkäufer wird ein personalisiertes Angebot gezeigt.“ Sprechende Turnschuhe regen zur Bewegung an, anschließend wird sich in vollautomatisierten Restaurants gestärkt.  

Dies sind nur einige von vielen Microtrends, die Sebastian Rassmann in seinem rasanten Zukunftsszenario vorstellt. Anschließend wird diskutiert: Wie sehen Berufe der Zukunft aus, welche Auswirkungen haben Innovationen auf die Gesellschaft und welche rechtlichen Hürden müssten in Deutschland überwunden werden? Viele Gästen bleiben an diesem Abend länger, um sich auszutauschen. „Sehr gut gefallen hat mir auch der interaktive Part“, sagt der Nordakademiker Jamal Issa. „Wer Technologien selbst ausprobiert, kann viel besser darüber diskutieren.“  Sebastian Rassmann begrüßt das Interesse des Publikums: „Morgen ist die Zukunft von heute“, sagt er – „und die Zukunft geht uns alle an.“

Gleich weiterlesen? Ein umfangreiches Handout zum Vortrag kann im Bereich Dokumente rechts auf dieser Seite heruntergeladen werden. 

Weitere Informationen zu Sebastian Raßmann und Trendone GmbH: www.trendone.com