Ein Klick auf die App und Hände und Füße werden warm. Das Startup Vulpés von Rustam Ismailov, W07c, digitalisiert Bekleidung und verbindet beheizbare Mützen, Handschuhe und Einlegesohlen mit dem Smartphone. Damit ging es direkt in die Sendung „Die Höhle der Löwen“.

Seit 2014 designt und entwickelt unser Vereinsmitglied intelligente Bekleidung mit dem Schwerpunkt Thermoregulation. Darin steckt viel Hightech: aufladbare Lithium-Polymer-Batterien, Bluetooth-Chips und Heizdrähte - zukunftsträchtige Produkte mit Potential. Im Interview erzählt Rustam, wie es ihm nach dem Pitch bei DHDL ergangen ist.

Du hast Dein Startup Vulpès Electronics im Rahmen der Erfolgssendung "Die Höhle der Löwen" vorgestellt. Zwar hast Du keinen Deal ausgehandelt, aber trotzdem bist Du nun auf Erfolgskurs. Wie ist es Dir nach der Ausstrahlung ergangen?

"Die Höhle der Löwen" war unser erster Pitch überhaupt und im Nachhinein ein wichtiges Sprungbrett. Wir haben viel gelernt - zum Beispiel sind wir bei Präsentationen nun viel souveräner und bringen unser Alleinstellungsmerkmal direkt auf den Punkt. Nach der Ausstrahlung haben wir viele Anfragen und durchweg positives Feedback erhalten. Mittlerweile haben wir Investoren gefunden, die sogar mehr Kapital stellen, als wir bei DHDL gefordert haben. Die Absage hatte also durchaus etwas Positives. Wenn ich von "wir" spreche, meine ich im Übrigen meine Freundin Johanna und mich. Wir haben Vulpès gemeinsam aufgezogen und Johanna war bei DHDL dabei.
Wichtig ist es - und das rate ich allen Nordakademikern, die mit einer Idee durchstarten wollen - schnellst möglich eine große Reichweite zu generieren und die USP zu präzisieren. Bei innovativen und neuen Produkten, wie unseren, ist das umso ausschlaggebender für die ersten Meilensteine. Denn viele Konsumenten, die an kühlen Tagen frieren, wissen gar nicht, dass es eine intelligente Möglichkeit gibt, dem Frieren ein Ende zu setzen.  

Was genau ist das Ziel Deines Unternehmens und was ist das Besondere daran?

Wir möchten, dass die Menschen jedes Outdoor-Erlebnis im vollen Zügen genießen können und sich bei jeder Temperatur wohlfühlen. Zukünftig wollen wir den Alltag noch bequemer gestalten durch die Integration weiterer Eigenschaften, wie zum Beispiel intelligente Lichtsystem und Vitaldaten-Überwachung. Unser Ziel ist es, die Bekleidungsbranche durch Digitalisierung zu revolutionieren. 

Was waren die größten Schwierigkeiten auf die Du bei Deiner Arbeit gestoßen bist?

Die größte Schwierigkeit für jedes Start-Up ist die Kapitalbeschaffung. Speziell bei unserer Firma müssen wir vorab in die Entwicklung der Hard- und Software, Labortests, Zertifizierungen und Produktion der Hardware investieren. Dies ist sehr kostspielig und nur mit externen Geldern möglich.

Und wo geht es hin? Wo siehst Du das Unternehmen in fünf Jahren?

In den kommenden fünf Jahren werden wir weitere Märkte, wie zum Beispiel UK, skandinavische Länder, Kanada usw. mit unseren Produkten nach und nach erschließen. Zudem planen wir, unser Portfolio für weitere Kundengruppen aus dem Gesundheitssektor auszubauen, sowie weitere anwenderspezifische Eigenschaften in die Bekleidung integrieren.

Mehr über Vulpés, Rustam und die smarte Kleidung gibt es auf www.vulpes-electronics.net.

Wir bleiben am Ball und halten unser Netzwerk über Rustams nächste Meilensteine auf dem Laufenden. Bei der Weiterentwicklung von Vulpés wünschen wir viel Erfolg.