Mit dem Handy im Flugzeug offline shoppen, modulare Drohnen im Flugalltag – im BizLab sowie im ProtoSpace von Airbus arbeiten Startups an Zukunftsthemen für den Flugzeughersteller.

Zum ersten Mal konnten rund 20 Alumni und Studierende hinter die Kulissen des Ideeninkubators in Finkenwerder blicken. In Sachen Startup-Förderung nimmt Airbus international eine führende Rolle ein und unterstützt innovative Projekte von der Anfangsphase bis zur Marktreife. Experten und Mentoren fördern junge Gründer passgenau und entwickeln die Innovationen zu Geschäftsmodellen weiter. Wie genau das funktioniert und welche Maßnahmen Airbus konkret zur Startup-Förderung ergreift, zeigte Rey Buckman vom BizLab Management. 

"Wir arbeiten in einer Frühphase mit den Startups", erklärt Rey, der schon seit einigen Jahren Mitglied bei den Nordakademikern ist. Die Förderung ist klar strukturiert und in verschiedene Phasen gegliedert. "Im Screening wird es ernst. Die Startups müssen hier eine große Jury überzeugen", so der BizLab-Leader weiter. "Ziele und Budget müssen eindeutig definiert sein. Es kann heikel werden und einige Startups steigen aus."

Das BizLab fördert sowohl externe Startups sowie Intrapreneurs. Die Airbus-Mitarbeiter können ihre innovativen Ideen auf einer firmeneigenen Plattform erst einmal vorstellen. So gibt es von Kolleginnen und Kollegen ein erstes Feedback. Insgesamt betreut das BizLab rund 50 externe und 35 interne Startups an den Standorten Deutschland (Hamburg), Indien (Bangalore) und Frankreich (Toulouse). In Kürze soll ein weiteres in Madrid hinzukommen. Die Labs bearbeiten zwar unterschiedliche Schwerpunkte, sind aber eng miteinander verknüpft und sollen künftig sogar mit Konzernaktivitäten in Silicon Valley verdrahtet werden.

Das ProtoSpace ist die Werkstatt und dort bauen die Startups an ihren Prototypen. Die große Halle in Finkenwerder dient auch als Ort des Wissenstransfers und wird für TechTalks oder Konferenzen genutzt. Zum Querdenken laden die großen, grünen Sofas ein, die mitten in der Halle platziert sind. Aktuell laufen 30 Projekte gleichzeitig. Der Schwerpunkt liegt ganz eindeutig auf der Entwicklung von Flugdrohnen. Das ProtoSpace gibt es auch als Pop-up und kann dort aufgebaut werden, wo die Startups es brauchen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mit der Führung zufrieden: "Ich fand es sehr spannend, etwas über die Förderung von Startups zu erfahren. Beruflich beschäftige ich mich mit Innovationsmanagement und kann die Impulse in meinen Arbeitsalltag einbauen", sagte Lisa Ritter, W10a. "Ich bin beeindruckt, mit welcher Professionalität Airbus als Konzern vorgeht und zielstrebig Innovationen fördert - sowohl für Intrapreneurs und externe Startups. Vielen Dank, dass wir einen Einblick erhalten haben, " so Christoph Schönfelder, B09a.