Wenn KI zur Infrastruktur wird: Was bleibt für die Führungskraft? Der dritte Präsenzabend von „KI in der Anwendung” im Zürich-Haus Hamburg brachte Vereinsmitglieder und Gäste aus unterschiedlichen Branchen zusammen: mit Impulsen zu KI und Führung, der Initiative AI.WOMEN und zwei Mitmach-Breakouts.
Am vergangenen Donnerstag fand der dritte Präsenzabend von „KI in der Anwendung” im Zürich-Haus Hamburg statt. Es war wieder ein After Work, der inspiriert hat und noch lange nachwirkt.
Wir durften viele bekannte Vereinsmitglieder und ihre Gäste begrüßen. Den vorab verschickten Survey haben wir genutzt, um den Abend inhaltlich genauer auszusteuern. Besonders gefreut haben wir uns über neue Gesichter und damit neue Branchen, KI-Erfahrungen und Anliegen. Das KI-Netzwerk bei den NORDAKADEMIKERN ist sehr gut im Aufbau.
Durch den Abend führten Patrick Jürgensen, Eva Baumann und Volker Heidbrink.
Teil 1: Zwei Gastvorträge
Roland Gieske: „Symbiotic Minds, Superior Leadership with AI”
Der Co-Autor des gerade erschienenen Buches zeichnete ein starkes Bild: KI wird zur Infrastruktur, die Organisationen wie eine Textur zusammenhält. Daraus folgt eine neue Arbeitsteilung. Die KI beherrscht Daten, Fakten und Analyse in einer Tiefe und Breite, die Menschen nicht möglich ist. Die Führungskraft verantwortet Richtung und Urteil, Beziehungen zu Stakeholdern, Empathie, Einbindung und die Balance aus Governance und Macht. Ein Weg dorthin ist der Personal AI Companion, der unsere gedanklichen Schritte aufmerksam verfolgt und uns hilft, uns in die KI hineinzudenken.
Katharina Fiegen: AI.WOMEN und das Resümee aus dem Hackathon
Katharina Fiegen gab Einblick in AI.WOMEN, die Initiative von Petra Vorsteher und der AI.GROUP für Frauen, die mit KI arbeiten. Außerdem berichtete sie vom Hackathon am 12. und 13. September in Hamburg: zwei Tage, bis zu 300 Teilnehmerinnen, gemeinsames Entwickeln mit KI. Im Fokus standen die Ergebnisse, die Formate, die sich bewährt haben, und was sich davon auf Unternehmen im Norden übertragen lässt.
Teil 2: Zwei Breakouts zum Mitmachen
Volker Graubaum: Spezialtools statt Allzweck-Assistenten
ChatGPT, Claude oder Gemini sind für viele längst Alltag. Für viele Aufgaben gibt es aber spezialisierte Werkzeuge, die schneller zu besseren Ergebnissen führen: von Notetaking-Tools, die Meetings automatisch protokollieren, über Video- und Sprachtools bis zu Bildgeneratoren. Praxisnah ging es um Leistungsfähigkeit, Grenzen, Datenschutz und europäische Alternativen.
Kai Lehmann: Agenten und lokale Sprachmodelle
Unser Vereinsmitglied zeigte, wie man mit Agenten kollaborativ arbeitet und wie gut lokale Sprachmodelle inzwischen geworden sind. Sein Punkt: Ohne die richtigen Use Cases sind sie wenig interessant. Bei Syndicats werden sie schon intensiv für kollaboratives Wissensmanagement, Invoicing und Contracts genutzt. Genau das gab es live zu sehen.
In der abschließenden Runde wurden die Breakouts zusammengefasst. Die Motivation der Teilnehmenden war deutlich zu spüren. Bei Wein und Brot ließen wir den Abend ausklingen. Danke an Volker G. und Eva B. für die Versorgung zu später Stunde!
Die nächsten Termine
- 8.12.2026, 18 Uhr, online: mit Alexander Wudel von fem:ai und Professor Dr. Michael Schulze, Studiengangsleiter Master Applied Data Science an der NORDAKADEMIE
- 14.1.2027, 17:30 Uhr, Zürich-Haus (After Work): Die Themen werden noch festgelegt
Die Anmeldung für beide Termine ist bereits möglich: nordakademiker.de/events/list
Wir freuen uns auf Euch und den Austausch im Netzwerk!